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#51 - Leichtigkeit am Weg zu unternehmerscher Exzellenz

Es gibt einen Grund, warum diese beiden Begriffe für dich als Gegensätze aufgefasst werden. Ich zeige dir, wie sie zu einer unaufhaltsamen Aufwrtsspirale werden.

Leichtigkeit
Wachstum

DU MUSST DAS NICHT MACHEN

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Ist dir schon einmal aufgefallen, dass die allermeisten Menschen ein Leben leben, das sie irgendwann einmal begonnen haben? Und dann, Jahre später, bauen sie ihr gesamtes Tun und sein noch auf der eines Tages getroffenen Entscheidung auf.

Mit “Entscheidung” kann die Partnerschaft, der Beruf, der Wohnort, die Religion oder alles gemeint sein, wofür man sich eben entscheidet. Manchmal wohlüberlegt, meist durch eine Verkettung äußerer Umstände. Aber in jedem Fall immer mit langfristigen Auswirkungen.

So wirst auch du dich jetzt gerade fragen, welche Abzweigungen du in deinem Leben bewusst oder unbewusst nehmen musstests, um hier und heute diesen Text zu lesen und dich mit dieser Frage zu beschäftigen.

Damit wir jetzt aber nicht den Boden unter den Füßen verlieren, möchte ich das ein kleines Stückchen konkreter machen. Wir werden uns heute mit der Frage beschäftigen, wie du dein “angefangenes Unternehmerleben” in die nächste Phase heben kannst.

Um eine nächste Phase einzuläuten müssen wir zunächst einmal verstehen, in welcher du dich aktuell (aller Voraussicht nach) befindest oder aus welcher du kommst.

DIE PHASE NULL

Unbeholfen und planlos geht der Plan los. Hier ein bisschen und dort ein bisschen. Von außen betrachtet sieht es so aus, als hättest du absolut keine Ahnung was du hier machst. Und der Schein trügt keineswegs. Trial and Error wohin man nur sieht.

Das einzige, was du hast und was dich trägt ist die Tatsache, dass es so nicht bleiben kann. Dass eine Veränderung in deinem Leben her muss. Vielleicht hast du auch eine Vision davon, wie es mal sein soll. Wie auch immer - du kennst diese Phase. Und du hast sie vielleicht schon durchlebt.

Darum soll es heute aber nicht gehen.

DIE ERSTE PHASE

Irgendwann kommst du an einen Punkt, wo es Klick macht. Du erhältst plötzlich positives Feedback vom Markt und möchtest das ganze Ding ein Rädchen größer drehen. Motiviert und getrieben zugleich kümmerst du dich um all das, was dir gesagt wird, dass du benötigst: Marketing, Branding, Sales, Personal Branding, Führungskrafentwicklung, Geschäftsmodellinnovation, Netzwerkveranstaltungen, Produktentwicklung, Social Media, …

um nur ein paar zu nennen.

Egal ob du das nun selbst machst, oder ein Team dafür aufbaust. Fakt ist, dass alles dringend und wichtig ist. Und das einzige was dich bis hierhin scheinbar unermüdlich getragen hat, langsam aber sicher zu bröckeln beginnt: Deine pure Willenskraft. Deine reine Arbeitsleistung. Deine Vision.

Die wohl größte Herausforderung in dieser Phase ist nicht, all die oben genannten Bälle zu jonglieren. Auch, wenn dir das all die Coaches und Berater dieser Welt erzählen möchten.

Die größte Herausforderung ist jene Instanz zu meistern, die diese Bälle jonglieren soll: Dich selbst. Nicht im Rahmen von Wusa-Wusa-Mindset-Coaching-Gedöns.

Machen wir es metaphorisch:

In der Phase null hast du gelernt zu stehen.

In der ersten Phase hast du gelernt zu gehen. Davon waren die Anfänge geprägt. Und irgendwann hast du begonnen immer schneller zu gehen. Hast dir Menschen an deine Seite geholt, die mit dir gehen - und wieder andere die dir zeigen, wie du noch schneller einen Fuß vor den anderen setzt.

All das erlaubt dir, vom Anfang der ersten Phase zu deren Ende zu gelangen. Aber du wirst unmöglich in Phase zwei kommen.

DIE ZWEITE PHASE

Weißt du was der Unterschied zwischen Schnellem gehen und Laufen ist?

Es ist nicht etwa die Geschwindigkeit mit der du vorwärts kommst. Diese ist lediglich ein Nebenprodukt. Es ist die Art und Weise wie du dich bewegst. Neben “einen Fuß vor den anderen setzen” fügen wir noch eine Prise “Schweben” hinzu.

Während beim Gehen immer ein Fuß am Boden bleibt, schwebst du beim Laufen immer wieder mit beiden in der Luft.

Und genau diese Form der Leichtigkeit ist es, die diese nächste Phase unternehmerischer Entwicklung ausmacht.

Du wirst sie nicht erreichen, indem du härter oder länger arbeitest. Und du benötigst eine gänzlich andere Mechanik.

Wer schneller gehen möchte, erhöht den Druck (auf den Boden). Wer hingegen laufen möchte, muss loslassen lernen.

In Phase Eins hast du gelernt, was es bedeutet dich durch Druck, Kampf und manchmal Krampf zu pushen und Ergebnisse zu erzwingen. Das ist wichtig und richtig. Jeder von uns muss solche Phasen durchleben. Diese zeigen uns, dass wir in der Lage sind uns selbst ständig zu übertreffen.

Aber genau das ist es wiederum, was es so schwer macht, diese zweite Phase zu erreichen. Du musst jenen Weg hinterfragen, der dich von 0 auf 1 gebracht hat. Ein Weg, der zwar zunehmend ungemütlicher wird (merkst du vermutlich unter anderem an allen möglichen psychosomatischen Symptomen wie das Knirschen der Zähne, das Wippen der Füße oder das Pfeifen im Ohr - aber das ist ein anderes Thema), aber dennoch bekannt ist und sich durchaus bewährt hat.

Tiger Woods, der wohl erfolgreichste Golfer unserer Zeit hat im Laufe seiner Karriere mehrfach seinen Schwung vollkommen neu gelernt. Der Kollege spielt auf absolutem Weltklasseniveau Golf und riskiert für 2-3% Verbesserung, dass er alles verlernt, was ihn dorthin gebracht hat, wo er ist.

Und dir fällt es schwer, deine hinderlichen Gewohnheiten loszulassen?

DAS GESETZ DER REIBUNGSLOSIGKEIT

“The calloused hands of the future champion know to measure and mix two parts patience for every one part hustle. She knows patience without hustle is procrastination and hustle without patience merely masturbation.”

Phase Null würde ich als die Prokrastinations-Phase bezeichnen. Viele bleiben für immer hier stecken. Andere wiederum erkennen irgendwann, dass der “hustle” sie vorwärts trägt. Und das ist gut. Aber ab einem gewissen Punkt benötigen wir sie wieder - die Geduld. Geduld ist bewusst keine Inaktivität. Wie beim Laufen - die Schwebephase ist ebenfalls keine Inaktivität. Sondern die Prise Leichtigkeit, die krampfhaftes, schnelles gehen in Luft auflöst. Scheinbar unbeschwert die Geschwindigkeit erhöhen lässt. Und uns nicht nur schneller sondern auch leichter von A nach B trägt.

ALLES GUT: ABER WIE SOLL DAS GEHEN?

Die Frage ist gleichermaßen berechtigt und schwer zu beantworten. Weil dies pauschal nahezu unmöglich ist.

Dennoch lege ich dir nahe, dich mit zwei Dingen zu beschäftigen:

  1. Eliminieren.
  2. Ruhe schaffen.

Eliminiere jene Prozesse, Denkmuster, Produkte, Angebote, Mitarbeiter, Geschäftspartner - eigentlich alles, was du nur noch hast, weil du damals damit angefangen hast. Das ist dein persönliches “Unlearning”. Alles, was nicht dazu beiträgt, die nächste Phase zu erreichen, muss gehen.

Dadurch schaffst du erst einmal Platz. Platz, der sich in deinem Kalender, deinen Auftragsbüchern und deinem Stresslevel bemerkbar macht.

Genau jetzt heißt es stark bleiben - und NICHT zurück zu gehen in die alte Welt, sondern neues zu erfahren.

Denn genau hier liegt die eigentliche Prüfung: Wenn plötzlich Leere entsteht, bekommt dein konditionierter Macher-Verstand Panik. Er flüstert dir zu, dass du sofort das nächste Projekt starten, die nächste To-Do-Liste füllen oder noch härter pushen musst. Er will dich zurück in das schwere, hektische Gehen zwingen, weil ihm das Vertrauen fehlt.

Wahre Leichtigkeit entsteht genau in diesem Vakuum. In der Fähigkeit, den Fuß kurz in der Luft zu halten, ohne sofort wieder panisch auf den Boden aufzuschlagen, um Kontrolle zu erzwingen.

Erinnere dich an den Anfang dieses Textes: Du bist nicht an die Entscheidungen von gestern gefesselt. Du musst dein Business nicht mehr so führen wie in Phase Eins. Der brutale Hustle hat dich hierher gebracht, aber er wird dich ab jetzt nur noch ausbrennen.

Es wird Zeit laufen zu lernen.

Oder was meinst du?

Bis nächste Woche,

Manuel

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